Nordic Tour Der Norden hat uns schon immer fasziniert – sei es auf dem amerikanischen Kontinent oder auch in Europa. Bisher hatten uns unsere Reisen in den Norden Europas immer
nach Skandinavien geführt. Wir sind begeistert von der skandinavischen Bergwelt, den Fjorden, Seen und auch der dortigen Tier- und Pflanzenwelt. Diesesmal wollten wir uns einen langgehegten Traum erfüllen: die Fotografie der Obstbaumblüte am Hardangerfjord. Weiterhin wollten wir uns der Seevögel wegen zum
ersten Mal auf die sturmumstosten Shetland Inseln wagen und dann über die landschaftlich unglaublich schönen schottischen Highlands wieder zurück reisen. Norwegen war bisher unser persönliches
Europäisches Lieblingsland – das hat sich nun aber geändert. Von der Bergwelt der schottischen Highlands fasziniert, hat dieses atemberaubende Fleckchen Erde nun den Spitzenplatz in unserer Beliebtheitsskala
eingenommen. Reiseroute: Metzingen – Puttgarden – Rodby (Fähre) – Lofthus/Hardangerfjord – Voringsfossen – Preikestolen/Lysefjord –Bergen– Fähre von Bergen nach Lerwick/Shetland Inseln –
North Mainland – Unst – North Mainland – South Mainland – Fähre von Lerwick nach Kirkwall /Orkney Islands – Fähre von Stromness/Orkey Islands an die schottische Nordküste nach Scrabster - Inverpolly
Nature Reserve/Wester Ross – Loch Torridon – Isle of Skye – Glen Etive/Argyl + Bute - St. Abbs/Ostküste – Fähre von Newcastle upon Tyne nach Amsterdam/Ijmuiden – Rückfahrt über Belgien und Luxemburg
nach Metzingen Norwegen
Obstbaumblüte am Hardangerfjord Der malerische Hardangerfjord zählt zu den schönsten Fjorden des Landes. 180 km schneidet er in die
westnorwegische Landschaft ein. Steile Bergwände, Gletscher und tosende Wasserfälle bilden die Kulisse für
idyllische Orte und Hunderttausende von Obstbäumen, die sich im glatten Wasser spiegeln. Zur Obstbaumblüte im
Mai/Juni zeigt sich die Landschaft, die schon Generationen von Malern, Komponisten und Dichtern inspirierte und
verzauberte, von ihrer prachtvollsten Seite. Stark heben sich die rosafarbenen Blüten der Apfelbäume gegen den
Fjord und die schneebedeckten Berggipfel ab. Der Hardangerfjord ist ein ganzes Fjordsystem mit schmalen
Seitenarmen wie dem Sorfjord, der sich südwärts bis nach Odda erstreckt. Die herrlich gelegenen Ferienorte in der
Gemeinde Ullensvang wie z. B. Lofthus zählen zu den besten Obstanbaugebieten am Hardangerfjord. In Lofthus befindet sich ein sehr schöner Campingplatz inmitten eines Obstgartens.
Voringsfossen Sehr schön ist eine Fahrt durch das wilde, tief eingekerbte Mabodal
hinauf auf die Hardangervidda. Zwischen 1887 und 1914 wurde die kühne Straße in Kombination aus Haarnadelkurven und Tunnels angelegt. Fahrradfahrer, Fußgänger und der Touristenzug Trolltoget,
der beim Hof Mabo startet, können heute noch die alte Strecke benutzen, während die Autostraße wesentlich entschärft wurde. Ganz Sportliche wählen den alten Saumpfad, der über gut 1300 Treppenstufen und
125 Windungen auf das Hochplateau führt. Von der Panoramaherberge Fossli aus hat man einen fantastischen Blick auf die in freiem Fall 182 m tief herabstürzenden Wassermassen des Voringsfossen.
Der Fuss des Wasserfalls ist in einer ca. 4-stündige Wanderung (hin- und zurück) zu erreichen. Den schönsten Blick hat man aber unzweifelhaft vom Fossli Hotel aus.
Preikestolen/Lysefjord  “Wenn der Preikestolen herunterstürzt, wird Stavanger ins Meer gespült”, heißt es in
einer alten Sage, und man glaubt es sofort, wenn man die mächtige Felskanzel erblickt, die in schwindelerregender Höhe über dem Lysefjord aufragt. Trotz des großen
Touristenandrangs sollte man den Aufstieg unbedingt wagen. Die Aussicht von dem quadratischen (25 x 25 m), ebenen Felsplateau über den Lysefjord ist phantastisch;
das Heranrobben an die fast 600 m senkrecht abstürzende Felskante aufregender als das größte Abenteuer (nur für Schwindelfreie). 40 km tief schneidet der Fjord in eine
spektakuläre Gebirgswelt ein, deren blankgescheuerte (lys = hell) Felswände über weite Strecken steil zum Wasser abfallen, so daß für Ansiedlung wenig Platz blieb. Viele Höfe sind heute verlassen
Ob zu Fuß oder auf dem Rücken eines Islandpferdes, nimmt allein der steile und steinige Aufstieg etwa 2 Std. in Anspruch. Festes Schuhwerk und Proviant sind
unerlässlich und für ältere, nicht mehr ganz so fitte Menschen und kleine Kinder ist die Wanderung nicht geeignet. Wer mit dem Pferd auf den Preikestolen reiten will, kann
über die Touristeninformation in Stavanger buchen lassen. Ein Campingplatz befindet sich ca. 4 km vor dem Parkplatz Preikestolen, der gleichzeitig der Startpunkt der Wanderung ist. Bergen/Bryggen Bryggen, das sind eine Reihe Holzhäuser, die ab 1070 von den Hanseaten, also von Deutschen, hier gebaut
geworden sind. Von 1360 bis 1754 bildete dieses Viertel das Zentrum für den hanseatische Handelsbetrieb in
Bergen. Heute umfasst das Gebiet, was schon seit eh und je seine Besucherscharen anlockt, 61 windschiefe
Gebäude. Allesamt stehen sie unter Denkmalschutz und tragen des weiteren auch den von der UNESCO verliehenen
Status des Weltkulturerbes. In vielen der unterschiedlich farbigen Häuser sind Läden und Cafés/Restaurants
untergebracht. Von der Straße schon hübsch anzusehen, sollte man aber auf keinen Fall versäumen durch die engen, schmalen Gassen entlang zu schlendern. Erst dort entdeckt man den wahren Charme des Komplexes.
Der Fähranleger für die Norröna, die von Smyril Line betrieben wird, befindet sich direkt bei Bryggen. Die Norröna
fährt von Hanstholm (DK) aus kommend über Bergen, den Shetland Inseln und den Färöer Inseln nach Island. Nur im
Frühjahr/Frühsommer und Herbst (Mitte Mai bis Mitte Juni und September) ist eine Direktfahrt von Bergen nach
Lerwick möglich – ab 16. Juni bis August ist eine Odyssee über Schottland, die Färöer Inseln, Island und Dänemark
nötig, um die Shetlands zu erreichen. Da dies eine Reisezeit von 6 Tagen ! in Anspruch nimmt, ist diese Variante
absolut indiskutabel – außer man möchte einen Abstecher nach den genannten Etappenzielen machen. Den Rest des
Jahres werden die Shetland Inseln von Smyril Line nicht angefahren. Die Fahrt von Bergen nach Lerwick beträgt ca. 10 Stunden.
Shetland Inseln (Schottland, Großbritannien) Bevor wir die von uns besuchten Natur-Highlights vorstellen, nachfolgend zuerst einige Informationen über diese
sturmumtoste, baumlose und noch wenig bekannte Inselgruppe im Nordatlantik.
Die Shetland-Inseln bestehen aus 100 großen und kleinen Inseln und liegen ca. 300 km vom schottischen Festland
entfernt – genauso weit wie von Bergen in Norwegen. Nur 15 von ihnen sind bewohnt und über Straßen, Brücken,
Fährverbindungen oder sogar dem Flugzeug mehr oder weniger gut zu erreichen. Man nennt die Inseln auch Inseln
der Mitternachtssonne, denn die Sonne geht hier im Sommer erst gegen 23 Uhr unter und um 2 Uhr schon wieder
auf. Obwohl die Shetlands nur 644 km südlich des nördlichen Polarkreises liegen, herrscht hier – wie auch in
Skandinavien- dank des Golfstromes ein vergleichsweises mildes Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Winter bei 3° C und im Sommer bei 13° C.
Pikten, Kelten und Wikinger lebten hier, noch heute erkennbar an den Ortsnamen wie Sands Stour, Oxna, Saxa
Vord usw. Shetland gehörte fast 650 Jahre lang zu Skandinavien, bis 1496 Christian I., König von Norwegen und
Dänemark die Inseln als Hochzeitsgeschenk an Schottland abgab, als seine Tochter Margarete James III. von Schottland heiratete. Die Shetland Inseln sind ein Eldorado für Vogelbeobachter – und eines d e r größten und bedeutendsten Brut- und
Futtergebiete für Seevögel im ganzen Nordatlantik. Mehr als 1 Million Vögel brüten hier in sehr großen Kolonien aber
auch Otter, Robben, Delfine und Wale tummeln sich im Ozean. Doch ganz ungestört ist auch dieses Naturparadies nicht, denn in den 70er Jahren wurde vor Shetland Erdöl entdeckt. Mehrere Nordseeölfelder liefern ihr Rohöl über
Pipelines nach Sullom Voe, einem großen und betriebsamen Ölterminal. Jährlich laufen im Durchschnitt mehr als 500
Tankschiffe diesen Hafen an. Der Hafen von Lerwick ist Ausgangspunkt für Versorgungsschiffe zu den
Bohrinseln, und der kleine Inselflughafen Sumburgh ist neben Aberdeen der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die
Helikopterflüge zu den Bohrfeldern. Heute ist Shetland eine der reichsten britischen Regionen, mit einer relativ
niedrigen Arbeitslosenquote. Auch für den kulturell interessierten haben die Inseln einiges zu bieten: historische
Gebäude aus der Winkingerzeit uns sogar des Eisenzeitalters sind zum Teil recht gut erhalten und zur Besichtigung freigegeben.
Ein Wort noch zum Campen: Auf den Shetlandinseln ist wildes Campen ausdrücklich erlaubt sofern es nicht auf
privatem Boden passiert oder man den Besitzer zuvor um Erlaubnis gefragt hat. Es ist deshalb überhaupt kein
Problem mit dem Camper auf Parkplätzen oder Nebenstraßen oder gar am Strand zu übernachten. Es gibt zwar
einige wenige Camping- bzw. Caravanplätze, doch sind diese meistens nicht an den schönen (Foto)plätzen.
North Mainland  Die Hauptinsel, das Mainland, ist in 3 Teile gegliedert: das Central Mainland mit der Hauptstadt Lerwick und dem Hauptflughafen in Tingwall, das
South Mainland mit dem kleinen Flughafen in Samburgh und das North Mainland mit seiner zerklüfteten Felsküste. Jenseits der schmalsten Stelle der Insel, der nur gut 150 Meter breiten
Landbrücke von Mavis Grind, beginnt North Mainland. Ronas Hill, die höchste Erhebung Shetlands, ist ein gewaltiger Block aus rotem Granit und fällt sofort ins Auge. Nackter Fels auf der einen
Straßenseite, gepflegtes Weideland auf der anderen. Im Kontrast dazu die Küsten der Halbinsel Northmavine: die Klippen von Eshaness, ein wild zerklüfteter Kraterrand aus Basalt mit bizarren
Küstenformen, und Felsformationen wie The Drongs, Stoura Pund oder auch der Felsbogen Dore Holm trotzen dem täglichen Angriff des tobenden Meeres. Die Küste von
Northmavine gehört zu einer der schönsten und spektakulärsten in ganz Europa.
South Mainland
 An der Südspitze des Mainlands befinden sich die
Klippen des Sumburgh Head Nature Reserves. Im Frühsommer kommen tausende von Seevögeln hierher um zu brüten, darunter die bunten Papageitaucher, Eissturmvögel, Tordalke, Lummen
und Krähenscharben. Vor allem Papageitaucher und Eissturmvögel können aus geringster Nähe beim täglichen Treiben beobachtet werden. Direkt vom Parkplatz aus kann man mit sehr viel Glück
auch Wale oder Delfine sehen. Ein kurzer Marsch führt vom Parkplatz aus zum Sumburgh Lighthouse, dem 1. auf Shetland erbauten Leuchtturm.
Gegenüber der sonst eher rauhen und spröden
Schönheit Shetlands erscheint einem der Anblick
des kristallklaren, azurblauen Wassers und des schneeweißen Sandstrands von Scousburgh Sands eher unwirklich. Beinahe wie ein Traumstrand in der Karibik sieht dieses
Stück Sandstrand bei schönem Wetter aus und mit etwas Glück kann man Seehunde beobachten, wie Sie im Wasser schwimmen und neugierig ihre Köpfe heben. Direkt bei den
Sands befindet sich hinter den Dünen ein Parkplatz auf dem auch gut übernachtet werden kann. Gleich nebenan liegt Loch Spiggie, ein Naturschutzgebiet, das vor allem im Herbst
von große Mengen von Singschwänen als Überwinterungsplatz benutzt wird. Unst  Die ehemalige Landstation der Leuchtturmwärter von Muckle Flugga beherbergt heute das Visitor Centre zum Hermaness Nature Reserve. Hier beginnt der Aufstieg in das Naturschutzgebiet, von dessen
höchstem Punkt man einen sagenhaften Blick auf Großbritanniens nördlichsten Leuchtturm und die steile, zerklüftete Felsküste der nördlichsten der Shetland Inseln hat. Jedes Jahr kehren über 140.000
Seevogel-Paare an die bis zu 170 m hohen Klippen zurück um zu brüten und ihren Nachwuchs großzuziehen. Das laute Vogelgeschrei und der scharfe Geruch des Kotes so vieler Seevögel machen den Aufenthalt an
diesem besonderen Ort zu einem wahrhaft unvergessliches Erlebnis. Doch lassen wir einmal Zahlen sprechen: An den Klippen des Hermaness Nature Reserves brüten über 16.000 Paare Basstölpel, das
sind 5 % der kompletten Westeuropäischen Population. Außerdem leben hier 14.000 Eissturmvogel-Paare, 20.000 Lummen-Paare, 1000 Tordalk-Paare, über 1000 Dreizehenmöwen-Paare und 400
Krähenscharben-Paare. Hermaness beherbergt außerdem eine über 100.000 Paare umfassende Kolonie von Papageitauchern, die damit
20 % der kompletten britischen Population repräsentiert. Es macht wirklich Freude, diesen lustigen Vögeln mit ihren leuchtend bunten Schnäbeln bei ihrem Alltagsgeschäft zuzusehen.
Die Shetland Inseln sind außerdem die Haupt-Hochburg der Großen Raubmöwe oder auch Skua genannt. Mehr als die Hälfte der
Weltbevölkerung dieser „Piraten der Lüfte“ leben auf der Inselgruppe wobei Hermaness die Drittgrößte Kolonie beherbergt. Ca. 700
Paare dieser einst vom Aussterben bedrohten Raubmöwe nisten in den Moorgebieten des Hermaness Hills. Es ist aber nicht ganz
ungefährlich den Pfad durch das Moorgebiet im Sommer zu gehen, denn diese „Piraten“ tendieren dazu, alles was in die Nähe ihrer Nester kommt zu attackieren.
Im Moorgebiet leben außerdem Schnepfen, Alpenstrandläufer, Goldregenpfeifer sowie Schmarrotzerraubmöwen und die vorhandenen Moorseen beherbergen einige Paare des seltenen Sterntauchers.
Schottland / Highlands
Die Highlands sind für viele Touristen der Inbegriff Schottland’s überhaupt. Es sind dies größtenteils Landschaften
von oft bizarrer, eindringlicher Schönheit, die, beeinflußt vom Wetter, durch die klare Luft und das Licht noch um
vieles verstärkt wird. Hinzu kommen die unterschiedlichen Landschaftsformen, die regionalen Eigentümlichkeiten
und eine spezielle Fauna und Flora. Allerdings werden unter dem Begriff "Highland" weltweit leider meistens nur die
nackten, besonders eigentümlichen Landschaften der Hochlandmoore verstanden. Doch da gibt es noch
wesentlich mehr. Zu diesem Plural des Hochlands zählen besonders: die grandiosen Bergketten der Cuillins auf der
Insel Skye und die arktischen Cairngorms, die Kiefernwälder im Glen Affric und entlang des Speys, die großartigen
Felsmassen von Torridon, der freie Himmel von Caithness, die Einsamkeit in Sutherland und des Rannoch Moors, die Küsten und Berge in Wester Ross und noch vieles mehr.
Durch das milde Golfklima der Westküste regnet es in den Western Highlands zwar viel, doch dadurch ist das Land
entsprechend grün und bietet faszinierende Panoramen. Das Meer zerfurcht mit tief in das Land reichenden
Buchten immer wieder die Westküste und kreiert auf diese Weise herrliche Landschaften. So liegen im Westen zerklüftete Küstenstreifen mit tiefen, fjordartigen Einschnitten.
Inverpolly Nature Reserve (Wester Ross)  Die Nordwestküste der Highlands ist in vielen Teilen so urwüchsig und einsam, wie kaum eine andere
Region in Schottland. Bei der Fahrt auf der schmalen Straße Richtung Achiltibuie, die durch eine herrliche Seen- und Berglandschaft führt, stößt man auf den wohl markantesten Gipfel diese
Gegend – dem Stac Pollaidh. Dieser wenig hohe, aber sehr imposante Gipfel ist aus unzähligen, bizarr geformten Säulen aus Sandstein aufgebaut.
Die Besteigung des höchsten Punktes, was vor allem bei Nässe Trittsicherheit erfordert, ist für eine gute Aussicht Richtung Norden allerdings nicht nötig. Bereits im unteren Bereich des Felsgebietes
eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick auf das nicht enden wollende Seen- und Moorgebiet des
Inverpolly Nature Reserves des zweitgrößten Naturschutzgebietes Großbritanniens. Der markant geformten Suilven dominiert diese bis zum Horizont reichende Szenerie aus
Bergen, Seen, grünen Hügeln und Moorgebieten.
Isle of Skye Die "Insel des Nebels" hat die wohl dramatischsten
Konturen in Großbritannien. Skye ist für viele Touristen aus aller Welt das Ziel in Schottland schlechthin.
Die Cuillin Hills mit ihrer für Schottland außergewöhnlich prägnanten Silhouette dominieren
den Südwesten der Insel. Gerade wegen ihrer steilen und oft schroffen Wände ziehen diese Berge Kletterfreunde und Wanderer aus aller Welt magnetisch an. Vom kleinen Fischerdorf Elgol aus,
hat man einen herrlichen Blick auf das Meer mit dem zackigen Relief der Black Cuillins im Hintergrund. Jenseits der größten Stadt Skyes, Portree (1000
Einwohner), zeichnen sich auf der Nordroute durch das Gebiet von Trotternish bizarre Bergformationen am Horizont ab. Der Old Man of Storr ist Teil einer harten und extrem
schweren Basaltschicht, die in großen Teilen auf der Insel zu finden ist. Der weichere Basisfels aus Sandstein gibt langsam nach, und so bröckelt dieser härtere Fels in
Scheibchenform und in oft spektakulären Klippen über Jahrhunderte langsam ab.  Nach Norden führt die teilweise einspurige Straße
dann um das Quiraing-Massiv herum. Das ist eine weitere außergewöhnliche Ansammlung von Gipfeln, Felstürmen und geheimen Verstecken. So einsam war es einst hier, daß in dieser Landschaft
das gestohlene Vieh verborgen wurde ! Die steilen Felsen und grasbedeckten Hügel mit eingebetteten blauen Seen verleihen der in jahrmillionen geformten Landschaft ein beinahe urweltliches Aussehen.
Genauso muß es hier zu Zeiten der Dinosaurier ausgesehen haben.
Glen Etive (Argyll and Bute)
 Nach Durchquerung des Glen Coe (Tal des Coe)
bilden die 1020 m hohen Felswände des Buachaille Etive Mor ("Der große Wächter von Etive") und andere Berge mit ähnlich schwierigen Namen eine traumhafte Kulisse bei der Fahrt über das
menschenleere, nackte und zutiefst beeindruckende Hochmoorgebiet von Rannoch Moor. Dort liegt auch Glen Etive, das Tal des Etive, das zu den wohl schönsten Tälern von Wester
Ross gehört. Eine schmale Straße führt entlang des wilden Flusses Etive durch eine grandiose Bergwelt, vorbei an Seen und im Frühling von wilden, lila blühenden Rhododendren durchzogen
Wäldern, bis zum Loch Etive. Diese Straße erschließt diese Gegend für den Wanderer und auch Camper, der einsame und idyllische Übernachtungsplätze bevorzugt.
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